Hockey Eltern

Ich habe einmal den Spruch gelesen "die waren Helden sind die Eltern."

Zum einen stimmt dieser Spruch für alle Eltern, deren Kinder Eishockey spielen.

Zum anderen ist er aber nicht ganz richtig, den er müsste lauten "die waren Helden sind die Eltern und die Kinder."

 

Eishockey ist ein Sport der nicht nur alles von den Eltern abverlangt, sondern auch von den Kindern. Ich als Vater der nie was mit Eishockey gemeinsam hatte, wurde mehr oder weniger mit einem Jungen der Eishockey spielt ins kalte Wasser geworfen.

 

Ich wollte das Adrian Eislaufen lernt, genau wie Ski laufen oder Rad fahren finde ich es wichtig das die Kinder dies zumindest lernen. Aber nicht im Traum hätte ich daran gedacht, dass Adrian jemals Eishockey spielen würde. Ich selber konnte noch nicht einmal richtig auf den Schlittschuhen stehen.

Das erste Mal als ich und Adrian auf dem Eis standen, war hinter dem Landesmuseum als eine Eisfläche für die Weihnachtszeit präpariert  wurde. Es gab kleine Holzhütten bei denen Rum Punsch ausgeschenkt wurde, alles war dekoriert und die Weihnachtsbeleuchtung brannte. Kurzerhand nahm ich meinen Sohn und mein Göttikind mit um gemeinsam diese romantische vorweihnachtliche Stimmung zu geniessen.

 

Es war nicht ganz einfach mit zwei Kindern eiszulaufen,  da ich selber mehr schlecht als recht auf den Schlittschuhen stand. Aber trotzdem musste es für Adrian ein tolles Erlebnis gewesen sein, denn er wollte das Eislaufen später in Bülach in der Hirslen wiederholen.

Als Adrian dort die Fotos der verschiedenen Stufen des EHC Bülach sah, liess ihn dieser Sport nicht mehr los und er bearbeitete mich ihn auch Hockey spielen zu lassen.

Damals war Adrian erst vier Jahre alt und ich dachte er sei noch zu klein und müsse zuerst einmal  lernen Schlittschuh zu laufen, bevor ich ihn in die Hockeyschule anmelden konnte. Da es aber  Adrian vor allem cool fand wie die Spieler mit ihren Ausrüstungen aussahen, nahm ich an das Verlangen Eishockey zu spielen würde schon wieder vorbei gehen.

Dem war aber nicht so und er bearbeitete mich ein Jahr lang, bis ich nachgab und ihn beim EHC Bülach anmeldete. Adrian lernte dass Schlittschuhlaufen sehr schnell, er hatte es im Blut wie man so schön sagt. Es machte ihm grosse Freude jeden Samstag seine Ausrüstung anzuziehen und aufs Eisfeld zu gehen.

Und was machte ich? Anfangs habe ich noch zugeschaut.

 

Doch irgendwann sagte ich mir dass ich keine Lust habe, wenn ich schon während den Trainings und an den Spielen neben dem Eis stehen muss, auch noch wenn wir in der Freizeit aufs Eis gehen als Zuschauer verbannt zu sein. Also schnallte ich mir während mein Sohn Training hatte auch die Schlittschuhe an die Füsse. Mit der Zeit ging es recht gut und so waren wir an den Wochenenden oft gemeinsam auf dem Eis und spielten Freihockey. Viele schöne Stunden erlebten wir so.

 

Jetzt habe ich aber genug von mir erzählt, befassen wir uns wieder mit dem  Sport Eishockey.

Ich denke Hockey ist ein Sport den man sehr früh erlernen sollte, so mit fünf ist es das ideale Alter um damit anzufangen. Es muss ja nicht heissen, dass man nach der Hockeyschule alle Stufen durchlaufen muss. Ich finde die Hockeyschule auch eine gute Sache um einfach nur Schlittschuh laufen zu lernen. Später anzufangen da wird es schwierig mit den anderen Kids mitzuhalten, da beim Eishockey gut Schlittschuh zu laufen sehr wichtig ist und nicht von heute auf Morgen erlernt werden kann. Aber nicht nur zu lernen auf dem Eis zu laufen braucht zeit, nein auch den Puck zu führen und zu kontrollieren, das Zusammenspiel mit den Mitspielern, Schusstechnik und das Spiel zu lesen, das alles erfordert viel Training.

Falls sich ein Kind entschliesst Eishockey zu spielen, muss den Eltern bewusst sein wie aufwendig dieser Sport ist. Klar wenn sie die ersten Lektionen an einem Samstag in der Hockeyschule haben, ist dies noch ganz niedlich. Doch schon eine Stufe höher bei den Bambinis fängt es erst richtig an. In diesem Alter, Adrian war kurz vor seinem siebten Lebensjahr, hatte er dreimal Training in der Woche und ein Frühtraining um sechs Uhr morgens, dass allerdings freiwillig war. Im Sommer hatten sie eine Woche Trainingslager, durften aber am Abend nach Hause. Im Herbstlager gingen sie für das Hockey Training eine Woche in höhere Regionen mit Übernachtung.

Dann heisst es für die Eltern lebe wohl zu sagen mit dem Gedanken ob es ihnen wohl gut gehe dort oben, dass erste mal alleine ohne Vater und Mutter. Plagt ihn wohl das Heimweh? Und wie findet er sich zum ersten Mal zurecht ohne dass wir dabei helfen können? Auch bei mehrtägigen Turniere im In- und Ausland ist bei den Eltern zum einten eine gewisse Freude das er mit fahren darf, aber auch immer eine gewisse Angst um das Kind da. Seit Adrian in der Sportschule ist, hat er sieben bis acht Mal training pro Woche, und von August bis März an den Wochenenden Match oder ein Turnier. 

 

Eishockey ist ein intensiver Sport, man kann ihn nicht ausüben sondern muss ihn Leben.


Wenn ich bedenke wie oft Adrian einen Geburtstag oder sonst ein Anlass absagen musste, weil er irgendwo in eine Eishalle am Hockey spielen war. Nach der Schule und den Hausaufgaben nicht noch ein wenig mit seinen Klassenkameraden draussen spielen konnte, weil er noch Training hatte.

 

Ich habe Eltern erlebt die ihre Kids von der Tribüne aus angeschrien haben und sie antrieben wie wenn es bei diesem Spiel um Leben und Tod ginge.

Es sollte aber nicht der Ehrgeiz der Eltern sein der das Kind besser werden lässt, sondern die Freude an diesem wunderbaren Sport.

Auch ich selber war sicher nicht immer gerecht wenn ich nach einem Match meinen Sohn kritisiert habe was er alles falsch gemacht hat, anstatt ihn in die Arme zu nehmen und zu sagen "toll hast du gekämpft." Aus diesem Grund trat ich selber einer Eishockey Plausch-Mannschaft bei. Ich wollte selbst miterleben was mein Sohn überhaupt für Leistungen erbringt und wie schwierig dieser Sport auszuüben ist. Nicht ganz einfach wenn man bedenkt das ich erst mit fünfunddreissig Eislaufen gelernt habe. Schnell einmal merkte ich dass es viel Überwindung brauchte, am Abend nach dem Arbeiten noch das Training zu besuchen. Auch war es nicht ganz einfach sich auf das Eislaufen zu konzentrieren und gleichzeitig noch einen Puck anzunehmen. Beim Spiel am richtigen Ort zu stehen, mitzulaufen, den Pass zur richtigen Zeit spielen und auch mal ab und zu was einzustecken. Das alles zeigte mir wie viel diese Kinder überhaupt leisten. Ich denke dies wäre für viele Eltern eine sehr gute Erfahrung.


Eishockey zu spielen heisst nicht sein Kind in die NHL oder NLA zu bringen.

Klar ist es für jedes Kind und die Eltern ein Plus wenn einer von vielen dies auch wirklich schafft.

Eishockey zu spielen ist eine gute Lebensschule, die das Kind Disziplin, Ausdauer, Selbständigkeit, sich auch mal unter zu ordnen, Erfolge zu feiern aber auch Niederlagen weg zu stecken lernt. Es ist eine gute Vorbereitung für das Leben als Erwachsener. Aber nicht nur das, auch die vielen schönen Momente die sie während dieser Zeit erleben durften und nie vergessen werden, macht den ganzen Aufwand den die Kinder und wir Eltern dafür betreiben lohnenswert.

 

Wie kam ich auf diese Website? Anfangs war es einfach Neugier wie mache ich eine Website. Und was gab es da für ein besseres Thema als Eishockey, da die letzten acht Jahre meines Lebens grossteils aus Hockey bestand. Mit der Zeit fand ich aber immer mehr Freude daran, spezielle Momente ihm Leben von Adrian fest zu halten.

Klar haben wir Eltern alle Hunderte von Fotos vom Kind beim Hockey spielen. Mit dieser Website habe ich ein wenig Ordnung in das ganze Chaos gebracht und alle Lebensabschnitte von Adrian geordnet und zusammen geführt. Ich denke aber auch das diese Website für Eltern die selber ein Kind (zum Glück ist es bei mir nur ein Kind das Hockey spielt, weiss nicht wie ich das mit mehr als einem geschafft hätte) haben das Hockeyaner ist oder noch werden will, ein wichtiger Ratgeber ist.


Adis Papi

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